Ministerin Mona Neubaur übergibt Förderbescheide für vier Landstromanlagen an den Sauerländer Seen

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Eine Pressemitteilung der Luv Werft vom 12.01.2023

Ministerin Mona Neubaur übergibt Förderbescheide
für vier Landstromanlagen an den Sauerländer Seen

Stellvertretende NRW-Ministerpräsidentin zu Besuch bei der Lux-Werft


Niederkassel/Sauerland. Die Energie- und Klimaschutzministerin und stellvertretende Ministerpräsidentin des
Landes Nordrhein-Westfalen, Mona Neubaur, war zu Gast auf der Lux-Werft in Niederkassel-Mondorf.
Mitgebracht hat sie vier Förderbescheide in Höhe von knapp über 700.000 Euro für Landstromanlagen an den
Betriebsstandorten im Sauerland.
Die Tage des Dieselantriebs bei den Personenschifffahrten auf dem Bigge-, Henne- und Sorpesee sind gezählt.
Bereits zu Beginn dieser Saison wird das umgerüstete Schiff MS Sorpesee emissionsfrei fahren. Der Umbau am
Biggesee ist ebenfalls gestartet. Um die Batterien nachts laden zu können, werden neue, leistungsstarke
Trafostationen an den Standorten benötigt.
Bei einer Werksbesichtigung auf der Lux-Werft in Niederkassel-Mondorf, die die Schifffahrt auf den Sauerländer
Seen betreibt, hat Mona Neubaur als zuständige NRW-Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie
am gestrigen Mittwoch vier Förderbescheide für diese Landstromanlage mitgebracht. Zwei für den Standort am
Biggesee und jeweils einen für den Sorpesee und Hennesee. Das Land fördert seit Mitte 2021 Landstromanlagen in
der Güter- und der gewerblichen Personenschifffahrt mit 80 Prozent der Ausgaben und dem erforderlichen Zubehör.
Die Förderhöhe beträgt für die Anlagen im Sauerland insgesamt knapp über 700.000 Euro.
330 Tonnen CO2-Einsparung pro Jahr.

Mona Neubaur, Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen: „Es
freut mich sehr, dass wir mit unserem Förderprogramm dazu beitragen, die für die elektrische Schifffahrt dringend
benötigte Versorgungsinfrastruktur aufzubauen. Mit den Landstromanlagen schonen wir unsere Gewässer vor
Verunreinigungen durch Verbrennungsmotoren und bereiten die Schiffsbranche auf eine klimafreundliche Zukunft
vor. Nordrhein-Westfalen leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und stärkt den nachhaltigen
Tourismus in der Region.“
Allein bei den Schiffen MS Westfalen in Olpe und Attendorn, MS Hennesee in Meschede und MS Sorpesee in
Sundern werden durch die Umrüstung knapp 330 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart. „Das ist ein Durchschnittswert
auf zehn Jahre gerechnet. Dabei haben wir die CO2-Bilanz für die Herstellung der Batterien und die Umrüstung
bereits beachtet“, erklärt Petra Lux, Geschäftsführerin der Lux Werft- und Schifffahrt GmbH. Mittelfristig sollen auch
die beiden Schiffe MS Möhnesee und MS Körbecke am Möhnesee sowie die MS Bigge am Biggesee einen
Elektroantrieb erhalten.

Umwelt und Innovation im Blick
Bei der Werksbesichtigung auf der Werft am Rhein konnte Ministerin Neubaur einen Einblick bekommen, wie ein
Fahrgastschiff entsteht. Die Geschäftsführer Dr. Rainer Miebach und Elmar Miebach-Oedekoven berichteten von den
Innovationen, die das Unternehmen zusammen mit seinen Kunden umgesetzt hat. „Der Umweltaspekt spielt dabei
eine immer größere Rolle“, erklärt Elmar Miebach. In dem vergangenen Jahrzehnt habe die Werft mit ihren Partnern
Pionierarbeit geleistet, für die sie bereits mehrfach mit Preisen ausgezeichnet wurde. „Dennoch können wir uns
darauf nicht beruhen und müssen die immer schneller werdende Entwicklung der Technologie im Auge behalten“,
sagt Rainer Miebach.

Hohe Energiekosten durch eigene (Floating-)PV-Anlagen umgehen
Die Umstellung auf Elektroantriebe habe aber auch seinen Preis, ergänzt der Schiffbauingenieur Rainer Miebach.
„Die Energiekosten müssen für die Industrie bezahlbar bleiben“, appelliert er an die Ministerin. Die Lux-Werft könne
sich auch vorstellen, in eigene PV-Anlage zu investieren. „Dafür benötigen wir aber auch Unterstützung der
Landespolitik beim Werben solcher Projekte.“, so Rainer Miebach. „Mit einer landgestützten oder einer Floating-PVAnlage
auf dem See können wir dank Sonnenenergie für einen geschlossenen Kreislauf aus Ökostromproduktion und
-verbrauch sorgen“, ergänzt der Geschäftsführer.

Nachhaltiger Tourismus muss stärker beworben werden
Für die Tourismus-Destination Sauerland wünscht sich die Lux-Werft auch eine stärkere Bewerbung.
Geschäftsführerin Dagmar Wilken: „Um nachhaltigen Tourismus zu fördern, sollte der Urlaub vor Ort stärker in den
Fokus gerückt werden. Wenn nur jede zweite Reise ohne Flieger angetreten wird, ist das ebenfalls eine enorme CO2-
Einsparung.“ Anreiseanreize mit dem ÖPNV durch KombiTickets wie bei Bundesliga-Spielen könnten ebenfalls einen
nachhaltigen Tourismus fördern und eine „Verkehrswende im Freizeitsegment“ bedeuten. „Vor Ort hat die Region
den Besuchern jedenfalls sehr viele Attraktionen zu bieten, die einen Urlaub unvergesslich machen“, so Dagmar
Wilken. Sorgen bereiten ihr allerdings auch die fehlenden Arbeitskräfte in der Gastronomie.
Mit jeder Menge Ideen, Problemanzeigen aber auch Lösungsansätzen im Gepäck geht es für die Ministerin zurück
nach Düsseldorf.

Infos für den „Kasten“
 Die Lux-Werft und Schifffahrt GmbH wurde 1945 von Johann Lux gegründet. Als Werft hat man sich auf den
Bau und den Umbau von Fahrgastschiffen und Fähren fokussiert. Aktuell wird an Baunummer 227, einem
neuen Fahrgastschiff für den Hamburger Hafen, gearbeitet. Weiteres Standbein des Unternehmens ist der
Betrieb von Fahrgastschiffen auf den Sauerländer Seen sowie auf dem fränkischen Brombachsee. Des
Weiteren werden zwei Fährverbindungen auf dem Rhein betrieben.
 Das Familienunternehmen wird in dritter Generation von vier Enkelkindern des Firmengründers geleitet.
Ansprechpartner bei Rückfragen:
Aleksander Farkas, Lux-Werft und Schifffahrt GmbH, Tel. 0177 6367908, a.farkas@biggesee.de
Charlotte Schröder, Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie NRW, Tel. 0211/ 61772-143,
charlotte.schroeder@mwike.nrw.de

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