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Historischer Stadtspaziergang durch Olpe

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St. Martinus Pfarrkirche und Geschichtsbrunnen




Innenstadt Olpe




St. Martinus Pfarrkirche




St. Martinus-Statue




Stadtmauer mit Engelsturm




Spielende Kinder im Weierhohl




Ansicht Olpe




Olpe am Abend

Kategorie

Stadtrundgang

Länge

1.6km

Zeit

0:24 Std.

Aufstieg

15m

Abstieg

15m

Altitude (Minimum)

312m

Altitude (Maximum)

326m

Kondition

Schwierigkeit

Erlebnis

Landschaft

Zusätzliche Informationen

http://www.olpe-erleben.de

Herzlich Willkommen in Olpe!

Die Kreisstadt erwartet Sie mit einer idyllischen Innenstadt, deren Gassen, Winkel und Plätze zum Schlendern, Staunen und Verweilen einladen. Der Historische Stadtspaziergang führt Sie entlang der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Innenstadt und erzählt aus der wechselvollen Geschichte Olpes.

Herzlich Willkommen auf der kleinen Erkundungsreise durch die schöne Kreisstadt Olpe am Biggesee!

Der Stadtspaziergang startet am Kurkölner Platz im Zentrum von Olpe. Hier befindet sich der Geschichtsbrunnen. Am Brunnen befinden sich einige Bronzetafeln. In Bildern wird darauf die wechselvolle Vergangenheit Olpes mit den bedeutendsten Ereignissen erzählt. Der Kurkölner Platz ist beim Wiederaufbau nach dem 2. Weltkrieg entstanden. Der Name verweist auf die lange Zugehörigkeit der Stadt Olpe zum Kurstaat Köln bis 1803. Der von Karl-Heinz Klein entworfene Brunnen wurde 1998 errichtet.

Nun verläuft der Fußweg entlang der Reste der ehemaligen Stadtbefestigung. Mit der Stadterhebung bekam Olpe das Recht, sich zu befestigen. Die Stadtmauer entstand spätestens 1373. Es gab 3 große und 2 kleinere Stadttore und einige Rundtürme zum Schutz der Stadt. Unterhalb der Stadtmauer befinden sich zwei Denkmäler: Die Gedenkstätte von 1963 (Ewald Mataré) zum Andenken an die Opfer des Krieges und als Mahnmal für die Lebenden sowie das Brackendenkmal (1996), das aus Anlass des 100-jährigen Bestehens des Deutschen Bracken-Clubs (Sitz in Olpe) gestiftet wurde. Aufgabe des Clubs ist, die alte Brackenjagd mit ihren Traditionen zu erhalten. Die Olper Bracke ist die älteste bekannte Jagdhunderasse.

Folgt man dem Weg weiter, so erreicht man das St. Martinus-Denkmal, dass am 11. November 2007 im Weiherhol eingeweiht wurde. Das von Bärbel Dieckmann geschaffene Kunstwerk zeigt die wohl bekannteste Szene aus dem Leben des Hl. Martin, des Olper Stadtpatrons: Die Begegnung mit einem Bettler und die Teilung des Mantels. Auf die Frage, was die Bronzeplastik darstellt, antwortete die Künstlerin: Eine Barmherzigkeit, die über die Kirche und die Stadt hinausgeht. Die Olper Plastik ist ein Unikat.

Wenige Meter entfernt befindet sich das Olper Mühlrad. Das Rad ist der Standort der ehemaligen Obersten Stadtmühle (1580), die Umrisse sind der alten Mühle nachempfunden. Zwei Mühlengräben beförderten Wasser aus der Olpe und der Bigge zu den Mühlen.

In einer der drei Vorstädte, im Weierhohl, lagen die Arbeitsstätten der Gerber. Die Gerberei spielte nach der Metallverarbeitung die zweitwichtigste Rolle im Gewerbeleben der Kreisstadt Olpe. Nur ein Haus des Viertels ist nach dem Brand von 1810 bis heute erhaltengeblieben und wurde 1994 komplett saniert.

An einem Wendeplatz angelangt findet man die sogenannte Bleichewiese mit dem Wäscherinnen-Denkmal, einer Bronzegruppe, die 2002 von der Künstlerin Anneliese Schmidt-Schöttler errichtet wurde. Das Kunstwerk erinnert an die frühere Verwendung der Fläche als Bleichewiese: Gewaschene und immer wieder angefeuchtete Wäschestücke wurden im Sonnenlicht auf das saubere Gras gelegt, um die Wäsche zu bleichen.

Nach einer Kehrtwendung folgt man einem kleinen Anstieg, um die Straße "Felmicke" zu erreichen. Nach einigen Metern findet man die evangelische Kirche, einen roten Backsteinbaum der von 1897 bis 1898 erbaut wurde und somit die älteste Kirche der Innenstadt ist.

Links in die Straße "Auf der Mauer" einbiegend, erblickt man den Hexenturm. Erbaut im 14. Jahrhundert ist er heute das älteste erhaltene profane Gebäude der Stadt. Sein Name lässt vermuten, dass in ihm „Hexen“ gefangen gehalten wurden, jedoch lässt sich dies nicht beweisen. Nachweisbar sind Hexenprozesse und die letzte Hinrichtung 1696 auf dem Bratzkopf.

Wendet man nun den Blick nach rechts, so liegt die St. Martinus-Pfarrkirche nur wenige Meter entfernt. Die Pfarrei St. Martinus wurde im Jahre 1220 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Vermutlich hat es schon um 700 n. Chr. hinter dem Mündungswinkel der Olpe und der Bigge eine Siedlung gegeben. Nahe dieser Siedlung wird etwa um 800 eine Kapelle errichtet, die Johannes dem Täufer geweiht ist. Genauer Standort und Aussehen des ersten Olper Gotteshauses sind nicht bekannt. Nach der Trennung von der Ur-Pfarrei Attendorn, etwa um 900, ist die Johanneskapelle nicht nur Mittelpunkt eines aufblühenden Dorfes, sondern einer Pfarrei, die sich über die südliche Hälfte des jetzigen Kreises Olpe erstreckt, wie übrigens das 1923 gegründete Dekanat Olpe. Das alte Johannes-Patrozinium wird erst um 1700 von dem des als Ortsheiligen verehrten St. Martinus abgelöst. Seitdem hat seine „Mantelspende“ ihren Platz im Kirchensiegel wie im Stadtwappen. Bei dem Stadtbrand 1795 wird die damalige Pfarrkirche stark beschädigt. Am 23. Juli 1907, am Fest des Diözesanpatrons St. Liborius, ist feierliche Grundsteinlegung für die neue Kirche. Am 10. Juni 1909 zieht die Fronleichnamsprozession in das neue Gotteshaus ein. Die Olper sind stolz auf ihre neue St. Martinus-Kirche, die eine der größten und schönsten im Sauerland ist. 1922 werden die neuen Bronzeglocken Martinus, Agatha, Rochus geweiht. Am 28. März 1945 sind 72 britische Bomber mit über 30 begleitenden Jagdbombern zur Zerstörung von Bahnverbindungen in Olpe eingesetzt. 43 Bomber greifen mit fünf Bombenteppichen Olpe an und töten mehr als 200 Menschen. Die St. Martinus-Kirche ist so stark beschädigt, das der südwestliche Kirchturm gesprengt werden musste. Der etwa 35 Meter hohe Turmaufbau ist nicht wieder errichtet worden. Die Turmruine wird heute als Mahnmal für den Frieden verstanden. 

Vor dem Westportal der St. Martinus-Pfarrkirche befindet sich die Agatha-Statue, die 1979 von dem Künstler Josef Baron errichtet wurde. Die Hl. Agatha ist eine weitere Stadtpatronin der Kreisstadt Olpe. Schon im Jahr 1665 das Agatha-Gelübde abgelegt, um insbesondere Feuersbrünste abzuwenden. Dieses Gelübde wird heute noch alljährlich vom Olper Bürgermeister und der Stadtverordnetenversammlung feierlich erneuert.

Nun geht es weiter zum Olper Marktplatz, dem Herzen der Stadt. Der Platz wurde 1795 nach dem zweiten großen Stadtbrand völlig neu angelegt und im Zuge eines Wettbewerbs in den 1990erJahren neu gestaltet. Das Pannenklöpper-Denkmal wurde von Karl-Heinz Klein entworfen und 1982 errichtet, in Anlehnung an die Bedeutung der Olper Pfannenschmiede. und des Schmiedehandwerks.

Folgt man nun der Westfälischen Straße leicht bergab, so gelangt man zum Sitz der Stadtverwaltung, dem Olper Rathaus. Direkt nebenan befindet sich das Alte Lyzeum. Bereits 1870 hatten die Olper Franziskanerinnen hier eine höhere Schule für Mädchen errichtet, die jedoch im Clinch mit dem Preußischen Staat wieder geschlossen werden musste. Das alte Lyzeum wurde zum Exerzitienhaus, bevor es ab 1939 von der Wehrmacht als Lazarett mit 120 Betten in Beschlag genommen wurde. Nach dem Krieg erst als Ausweichquartier für ausgebombte Behörden, sollten ab 1947 heimatvertrieben Senioren aus dem Osten in dem Gebäude unterkommen. Von 1958 bis 1967 schließlich war das Lyzeum Pflegevorschule, ab 1962 waren zudem einige Klassen der Realschule untergebracht, so wie seit 1972 auch die Musikschule. Heute ist das Haus als Begegnungsstätte und Heimat des Stadtarchivs aus dem Stadtbild nicht mehr wegzudenken.

Nun quert man die Franziskanerstraße und biegt in die Mühlenstraße ein. Nach wenigen Metern erreicht man den Ausgangspunkt des Stadtspaziergangs, den Kurkölner Platz.

Informationen

Startpunt

Kurkölner Platz, 57462 Olpe

Öffentliche Verkehrsmittel

Die Kreisstadt Olpe verfügt über einen zentralen Bahnhof und Busbahnhof und ist insbesondere aus dem Ruhrgebiet gut erreichbar.

Anreise

Die Kreisstadt Olpe verfügt über einen zentralen Bahnhof und Busbahnhof und ist insbesondere aus dem Ruhrgebiet gut erreichbar. Die verkehrsgünstige Lage am Autobahnkreuz Olpe-Süd - A 45 Sauerlandlinie (Dortmund-Frankfurt) und A 4 (Köln-Olpe) mit zwei eigenen Anschlussstellen - ermöglicht eine problemlose und schnelle Verbindung.

Parken

Parken in Olpe

Geschichtsbrunnen




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Unterhalb der historischen Stadtbefestigung gibt das Kunstwerk auf dem Kurkölner Platz Einblicke in die Olper Stadtgeschichte.

Meer

St. Martinus Pfarrkirche




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Die Pfarrei St. Martinus wurde im Jahre 1220 zum ersten Mal urkundlich erwähnt.

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Historische Stadtbefestigung




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Nachdem Olpe im Jahre 1311 zur Stadt erhoben wurde, entstand spätestens um 1373 die befestigte Stadtmauer.

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St. Martinus Denkmal




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Am 11. November 2007 wurde das St. Martinus Denkmal im Weierhohl eingeweiht.

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Bleichewiese
Hexenturm




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Um den Hexenturm in Olpe ranken sich viele Gerüchte.

Meer

Marktplatz mit dem Pannenklöpper-Denkmal




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Der Olper Marktplatz wurde 1795 nach dem zweiten großen Stadtbrand völlig neu angelegt und im Zuge eines Wettbewerbs in den 1990er Jahren nach dem Entwurf des Architekturbüros Heiermann aus Köln neu gestaltet.

Meer

Agatha-Statue

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