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Jüdischer Friedhof Attendorn





Juedischer Friedhof Attendorn Eingangstor




Juedischer Friedhof Attendorn




Juedischer Friedhof Attendorn Gedenkstele bei Nacht




Juedischer Friedhof Attendorn Gedenkstele




Juedischer Friedhof Grabsteine




Juedischer Friedhof

Adresse

Am Himmelsberg

57439 Attendorn

Telefon: 0171 1198273 o. 02722 7123

info@juedisch-in-attendorn.org

URLs

Homepage
Der Jüdische Friedhof in Attendorn, auf dem noch 33 Grabstätten erhalten sind, ist ein offener Erinnerungs- und Begegnungsraum, um sich dort nicht nur mit jüdischer Bestattungskultur, sondern auch mit dem jüdischen Leben und der ehemaligen jüdischen Gemeinde in Attendorn und Umgebung zu befassen. Führungen, Wanderungen und Gedenkveranstaltungen sind Teil der aktiven Bildungsarbeit.

Der alte Jüdische Friedhof Attendorn befindet sich an der Straße „Am Himmelsberg“ am Rande der Innenstadt und ist im entsprechenden Kataster der Stadt Attendorn als Baudenkmal ausgewiesen.

Die Außenseiterstellung der Juden zeigte sich schon zu früheren Zeiten auch in Attendorn an dem entwürdigenden Platz, den man ihnen zur Bestattung ihrer Toten zugewiesen hatte. Am Rande eines steilen Fußweges am "Himmelsberg" in Richtung Ennest fanden die jüdischen Beerdigungen statt. Die ersten Belege dafür findet man im Jahr 1830. In diesem Jahr wurden Hendel Klein und Schaft Mai beigesetzt.

Die königliche Regierung in Arnsberg erteilte im Jahr 1864 die Genehmigung zur Erweiterung des Begräbnisplatzes. Vor der Genehmigung musste aber noch das Grundstück auf die israelitische Gemeinde übertragen werden.

Aus Unterlagen des Stadtarchivs Attendorn, Akte B 254, Seite 229, geht hervor: "In Attendorn soll ein jüdischer Friedhof gebaut werden. In diesem Zusammenhang bittet der Landrat um Auskunft darüber, ob der Friedhof ein öffentlicher jüdischer Begräbnisplatz oder ein Privatfriedhof einzelner Familien sein soll. Weiterhin muß er wissen, ob sich fließendes Wasser oder Brunnen in der Nähe befinden."

Noch 1928 sollte der Friedhof erweitert werden. Das Stadtarchiv Attendorn , Depositum Schützengesellschaft SG 60, Seite 137, informiert: "Protokoll über die Sitzung des Schützenvorstandes im Hotel Kaiserhof; hierzu waren erschienen Hauptmann Josef Biecker, Ewald Heiderhoff, Anton Viegener, Josef Teipel, Peter Kampschulte, Robert Hamers, Otto Siepe, Franz Frey, Erich Rodomski, Paul Bettig, Carl Hesse und Felix Stumpf junior. Antrag der israelitischen Gemeinde auf käufl. Überlassung eines Streifens am Himmelsberg zur Vergrößerung des Friedhofes. Nach eingehender Aussprache wird beschlossen, zunächst eine Ortsbesichtigung an einem der nächsten Sonntage abzuhalten. Danach soll der Antrag der israel. Gmde. erneut auf die Tagesordnung einer Vorstandssitzung gesetzt werden."

Die letzte Beerdigung auf dem jüdischen Friedhof fand heimlich am 25. Juli 1942 statt. An dem Tage wurde Emil Stern, der freiwillig aus dem Leben geschieden war, um der Deportation nach Dortmund und von da aus in eines der Vernichtungslager zu entgehen, von christlichen Freunden bestattet.

Heute sind auf dem ca. 1.000 m² großen Grundstück 33 Grabstätten erhalten, davon zwei Grabstätten ohne Stein. Einige der Inschriften, besonders die der älteren Grabsteine aus Sandstein im vorderen Bereich, sind nur noch sehr schwer zu entziffern. Mehrere Grabsteine sind doppelseitig beschriftet, in deutscher und hebräischer Sprache.

Der Jüdische Friedhof befindet sich heute im Besitz des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden Westfalen-Lippe mit Sitz in Dortmund. In enger Abstimmung mit der Friedhofsverwaltung und dem Baubetriebshof der Stadt Attendorn wird der Jüdische Friedhof regelmäßig und im Wechsel durch die weiterführenden Schulen aus Attendorn gepflegt.

PARKEN

Der Jüdische Friedhof "Am Himmelsberg" befindet sich in einer Sackgasse mit eingeschränkten Parkmöglichkeiten. Besucher, die mit dem Auto anreisen, wird empfohlen, den Parkplatz "Feuerteich" zwischen Westwall und Truchseßgasse zu nutzen. Von dort geht es den Ennester Weg hoch in Richtung Jüdischer Friedhof.

FRIEDHOFSORDNUNG
  • Bitte respektieren Sie die Totenruhe.
  • Belassen Sie unbedingt die auf den Grabsteinen abgelegten kleinen Steine. Das Entfernen dieser Steine gilt als Grabschändung.
  • Männliche Besucher benötigen eine Kopfbedeckung.
GEDENKTAFEL AUF DEM FRIEDHOF

Im August 1982 wurde auf dem Jüdischen Friedhof Attendorn im Rahmen einer kleinen Feierstunde anlässlich des Austausches zwischen Schülern der Gemeinde Binyamina in Israel und Schülern der beiden Attendorner Gymnasien Rivius Gymnasium und St. Ursula Gymnasium eine Tafel zum Gedenken an die Mitglieder der ehemaligen jüdischen Gemeinde enthüllt. Bei der Gedenkstunde sprachen der Rabbiner Emil Davidovic und der gebürtige Attendorner Gerhard Gabriel Stern aus Jerusalem die Kaddishgebete.

Die Gedenktafel wurde ebenso wie die Gedenktafel in der Innenstadt vom Attendorner Bildhauer Karl-Josef Hoffmann gestaltet.

FÜHRUNGEN:

Der Jüdische Friedhof ist öffentlich zugänglich und kann auch im Rahmen der Stadtführung „Jüdisch in Attendorn“ besichtigt werden.

Mit dem historischen jüdischen Friedhof, der Gedenktafel zur Pogromnacht im November 1938 und insgesamt 14 „Stolpersteinen“ in der Innenstadt gibt es in Attendorn Spuren „jüdischen Lebens“, auf die der Experte und Buchautor Hartmut Hosenfeld die Teilnehmer mit viel Wissen, spannenden Anekdoten, nachdenklichen Momenten und dem ein oder anderen „jiddischen Witz“ führt.

• Dauer: ca. 120 Minuten

• Buchung & Infos: Hartmut Hosenfeld, 02722-7123 oder hartmuthosenfeld@t-online.de oder alternativ Tom Kleine, Tel. 0171-1198273 oder info@juedisch-in-attendorn.org

• Kosten: 30,00 € für Gruppen und Schulklassen. Dieses Geld wird an die „Hupendo-School“ in Kangemi, einem Slum von Nairobi (Kenia) mit mehr als 100.000 Einwohnern, weitergeleitet.

Wanderung

In Zusammenarbeit mit der SGV-Abteilung Attendorn wurde 2018 der Julius Ursell Weg eröffnet. Dieser etwa 10 Kilometer lange erste jüdische Themen-Wanderweg in Deutschland wurde im Rahmen des Projektes "Shalom Attendorn 2018" in Erinnerung an den Juden Julius Ursell konzipiert. Dieser war bis zur Machtergreifung der Nationalsozialisten im Jahr 1933 als Kassierer und Wegewart im SGV für die Auszeichnung der Wanderwege in Attendorn verantwortlich.

Der Wanderweg führt an den ehemaligen Punkten jüdischen Lebens in der Attendorner Innenstadt ebenso vorbei wie an dem touristischen Highlight "BiggeBlick" neben der SGV-Hütte oberhalb des Biggesees. Der Streckenverlauf, die touristischen Highlights, der Download des Wanderflyers und die Infos zu den einzelnen Stationen sind hier zu finden: https://www.juedisch-in-attendorn.org/julius-ursell-weg/streckenverlauf-highlights-infos/

DER FRIEDHOF IN DER DATENBANK EPIDAT

Der Jüdische Friedhof Attendorn ist 2021 in die Datenbank EPIDAT des Salomon Ludwig Steinheim-Instituts für deutsch-jüdische Geschichte an der Universität Duisburg-Essen aufgenommen worden: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=att&lang=de

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